{"id":237,"date":"2018-09-04T13:54:36","date_gmt":"2018-09-04T13:54:36","guid":{"rendered":"https:\/\/los-gelassen.de\/?p=237"},"modified":"2018-09-28T17:46:57","modified_gmt":"2018-09-28T17:46:57","slug":"musik-ist-eine-heilige-kunst-teil-2-der-grosse-gesang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/los-gelassen.de\/?p=237","title":{"rendered":"&#8222;Musik &#8230;&#8220;   Teil 2  Der gro\u00dfe Gesang"},"content":{"rendered":"<p>Der Opernkomponist Richard Wagner (1813-1883) war \u00fcberzeugt, &#8222;dass allumfassende Str\u00f6me g\u00f6ttlicher Gedanken existieren, die \u00fcberall im \u00c4ther schwingen und dass jeder, der diese Schwingungen wahrnehmen kann, inspiriert wird, vorausgesetzt er ist sich des Vorgangs bewusst und besitzt das Wissen und das Geschick, sie in \u00fcberzeugender Weise darzustellen, sei er Komponist, Architekt, Bildhauer oder Erfinder.&#8220;<br \/>\nDieser Hinweis erinnert an die sogenannte &#8222;Akasha-Chronik&#8220;, einen feinstofflichen Informationsspeicher, den Dieter Broers &#8222;kosmisches Archiv&#8220; nennt. Man k\u00f6nnte sie auch als eine Art Datenbank bezeichnen, die das gesamte Wissen der Menschheit und aller Wesen des Universums, alle Begebenheiten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alle gedachten und gesprochenen Worte und noch unendlich viel mehr enth\u00e4lt. Der ungarische Wissenschaftler Ervin Laszlo erkennt sie als ein &#8222;superreiches Informationsfeld und holografisches Ged\u00e4chtnis des Universums&#8220;.<br \/>\nAlbert Einstein erw\u00e4hnte, dass ihm einige seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse in Tr\u00e4umen zugefallen waren. In diesem Energiefeld, zu dem sch\u00f6pferische Menschen, sei es im Wach- oder Schlafzustand, offenbar Zugang haben, ist auch die Musik der Sph\u00e4ren enthalten.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Musik, beziehungsweise Klang, dies lehren Religionen, steht am Beginn der Sch\u00f6pfung. Nach indischer \u00dcberlieferung ist unser Universum durch den Sch\u00f6pfungston &#8222;OM&#8220; oder &#8222;AUM&#8220; entstanden. Wissenschaftler m\u00f6gen dies f\u00fcr den Urknall halten, der vielleicht Impulsgeber war und noch immer ist, denn die Sch\u00f6pfung ist nicht zu Ende. Sie breitet sich immer weiter aus wie Wellen, nachdem man einen Stein ins Wasser geworfen hat.<\/p>\n<p>Johann Wolfgang von Goethe ahnte es, als er den Prolog zum &#8222;Faust&#8220; schrieb:<em> &#8222;Die Sonne t\u00f6nt nach alter Weise in Brudersph\u00e4ren Wettgesang und ihre vorgeschriebne Reise vollendet sie mit Donnergang&#8230;&#8220;<br \/>\n<\/em>Der griechische Philosoph und Mathematiker Pythagoras (ca. 570-510 v.Chr.) begr\u00fcndete eine Mysterienschule, in der die Musik eine herausragende Rolle spielte. Auch zur Heilung wurde sie eingesetzt. Als ein Erleuchteter, der er wohl war, scheint er in der Lage gewesen zu sein, die Kl\u00e4nge der Sph\u00e4ren, der Planeten, der Gestirne zu vernehmen und vielleicht sogar zu berechnen.<br \/>\nJohannes Kepler (1571-1630), der ber\u00fchmte Astronom, der auch Astrologe war<em> (&#8222;Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt&#8220;), <\/em>\u00fcbertrug 2000 Jahre nach Pythagoras in seinem Werk &#8222;Harmonia Mundi&#8220; (Welt-Harmonik) die Sph\u00e4renharmonien aus den Regionen des Glaubens in wissenschaftlich berechenbare Bereiche. Die T\u00f6ne, die den Planeten und Sternen eigen sind, k\u00f6nnen also gemessen werden. So schwingt beispielsweise die Sonne auf dem Ton Cis. Inzwischen ist es der NASA gelungen, die Kl\u00e4nge von Gestirnen tats\u00e4chlich h\u00f6rbar zu machen.<\/p>\n<p>Das Universum ist also Klang und mit ihr die Erde und alles, was auf und in ihr existiert. Joachim Ernst Berendt berichtet in seinem Buch &#8222;Nada Brahma &#8211; Die Welt ist Klang&#8220;, dass britische, amerikanische und israelische Wissenschaftler mit den Mitteln der fotoakustischen Spektroskopie den Klang einer Rose im dem Moment h\u00f6rbar machten, als die Knospe sich \u00f6ffnete. Die anschwellenden T\u00f6ne erinnerten sie an eine Orgel-Toccata von Bach. Mit Hilfe derselben Instrumente\u00a0 stellte man fest, dass jede Pflanze, jeder Grashalm, jeder Baum seinen eigenen Klang hat. Man versuche sich den grandiosen Sound eines Getreidefeldes vorzustellen, einer Wiese, eines Waldes. Dass Delphine und Wale sich singend verst\u00e4ndigen ist bekannt. Wir halten Pflanzen und Fische f\u00fcr stumm, weil wir sie nicht h\u00f6ren k\u00f6nnen. Aber unser Ohr\u00a0 vernimmt nur einen winzigen Bruchteil dessen, was durch unsere Welt und unser Universum singt. Und so hat auch jeder Mensch seinen eigenen Ton, auf dem er schwingt, sein ganz eigenes pers\u00f6nliches Lebenslied, das in meditativem Zustand vernommen werden kann.<br \/>\nEs wird \u00fcberliefert, dass die riesigen Felsbl\u00f6cke f\u00fcr den Bau der Pyramiden und anderer antiker Monumentalbauten per Klang bewegt wurden. Warum sollte das nicht so gewesen sein? Bedenken wir doch, dass es uns heute mit all den technischen Errungenschaften nicht gelingt, diese Werke nachzubauen. Wahrscheinlich werden nachkommende Forscher das Geheimnis der Levitation (Schweben eines K\u00f6rpers oder Gegenstandes ohne Hilfsmittel) durch Klang entdecken. Das geh\u00f6rt aber nicht in den Bereich des Wunders, sondern in den der in unserer Zeit noch nicht wieder entdeckten Naturgesetze.<\/p>\n<p>Dass sich auch Todesn\u00e4he mit Musik ank\u00fcndigen kann, ist durch Zeugen belegt. Kurz vor Goethes Tod klang eine von allen Anwesenden geh\u00f6rte Musik aus den W\u00e4nden. Meine verstorbene Freundin Myra ertrank in ihrer Jugend beinahe. Bevor sie das Bewusstsein verlor, h\u00f6rte sie eine Musik, die in ihrer Sch\u00f6nheit mit keiner irdischen vergleichbar war. So darf man annehmen, dass die sch\u00f6nste Komposition nur ein Abglanz der tats\u00e4chlich geh\u00f6rten Musik ist, die mit keiner Note eingefangen werden kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-261\" src=\"https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920-300x225.jpg 300w, https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920-768x576.jpg 768w, https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920-700x525.jpg 700w, https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920-800x600.jpg 800w, https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920-80x60.jpg 80w, https:\/\/los-gelassen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/orpheus-cave-117480_1920.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Mit der vielleicht ber\u00fchrendsten, aus der griechischen Mythologie stammenden Gestalt\u00a0 der Musikgeschichte m\u00f6chte ich diesen kleinen Ausflug in die wundersame Welt\u00a0 des Klanges, der T\u00f6ne, der Musik beschlie\u00dfen.<br \/>\nOrpheus ist der Dichter und S\u00e4nger, der mit seinem Gesang wilde Tiere z\u00e4hmt. Sogar B\u00e4ume und Felsen folgen ihm, um seiner Stimme zu lauschen. Als seine geliebte Gemahlin Eurydike stirbt, bet\u00f6rt er mit seinem g\u00f6ttlichen Gesang Hades, den Herrscher der Unterwelt, der sie schlie\u00dflich aus seinem Reich entl\u00e4sst. Leider geht die Geschichte trotzdem nicht gut aus.<br \/>\nMit seiner geradezu \u00fcberirdisch sch\u00f6nen Oper &#8222;Orpheus und Eurydike&#8220; hat der Komponist Christoph Willibald Gluck (1714-1784) dem begnadeten mythischen S\u00e4nger und uns ein Denkmal geschenkt &#8211; mit Happy End!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Opernkomponist Richard Wagner (1813-1883) war \u00fcberzeugt, &#8222;dass allumfassende Str\u00f6me g\u00f6ttlicher Gedanken existieren, die \u00fcberall im \u00c4ther schwingen und dass jeder, der diese Schwingungen wahrnehmen kann, inspiriert wird, vorausgesetzt er ist sich des Vorgangs bewusst und besitzt das Wissen und das Geschick, sie in \u00fcberzeugender Weise darzustellen, sei er Komponist, Architekt, Bildhauer oder Erfinder.&#8220; Dieser&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-237","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-los-gelassen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=237"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/237\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":278,"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/237\/revisions\/278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/los-gelassen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}